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Aus der Reihe - Autodesk Advance Steel in der Praxis - Ein Best Of

Spektakuläres Bühnenbild mit Advance Steel konstruiert

Montage der Einzelteile

Das Bühnenbild der Bregenzer Festspiele der Saison 2011/2012 wurde von der Bitschnau GmbH in Zusammenarbeit mit der Bitschnau project gmbh mit der 3D-CAD-Software Autodesk Advance Steel (ehem. Graitec Advance Steel) konstruiert.

Die Bühne in Bregenz ist die größte im Wasser gelegene Seebühne der Welt. Die Bregenzer Festspiele sind ein Kulturfestival, das jährlich im Juli und August stattfindet.  Bereits seit 1946 ist die Seebühne ein begehrter Schauplatz für zahlreiche Inszenierungen.

Die Bregenzer Festspiele sind bekannt für aufwändige Bühnenbilder. So faszinierte auch die Oper „André Chénier“ 2011/2012 mit einer spektakulären Bühnentechnik. Als Kulisse diente der Kopf von Jean Paul Marat,  einem der Anführer der Französischen Revolution.

3D Modell des Bregenzer BühnenbildesDer Kopf als Kernstück der Kulisse bestand aus einer 17m langen, 15m breiten und 15m hohen Stahlkonstruktion. Diese wurde auf den bereits an der Seebühne vorhandenen Stahlbau montiert, der den Oberkörper darstellt, und schloß nahtlos an ihn an. Der gesamte Kopfteil war an vier Punkten gelagert, davon befanden sich zwei direkt an der Dreh- bzw. Kippachse. Der dritte und vierte Lagerpunkt befanden sich direkt am Zylinder und konnten daher nur in Achsrichtung wirkende Kräfte aufnehmen. Der Kopf konnte mittels eines nahe am Schwerpunkt angeordneten Hydraulikzylinders um rund 7,4m nach hinten gefahren werden. Bei einem Fahrweg von ca. 1,8 m klappte der Kopf an der Schnittkante des Halses zusätzlich um ca. 55°  nach hinten.

Die Außenhülle des Kopfes wurde aus Rohrstabwerken konstruiert, die als Dreiecke zusammengefügt waren. Zwischen die Rohre wurden 27mm dickedas innere des Kopfes GROUP 3-S-Platten montiert. Die 3-S-Platten bildeten tangentiale Flächen zu den Rohrscheiteln und wurden an die angeschweißten Laschen montiert. Damit die Kaschur (Verkleidung) angebracht werden konnte, musste der Kopf komplett zusammengebaut werden. Für den Transport des Kopfes zur Seebühne wurde dieser wieder in 3 Teile demontiert. Die dazu erforderlichen Stöße der Tragkonstruktion mussten demontierbar (schraubbar) und biegesteif hergestellt werden.

Die spezielle Herausforderung lag darin, die Nachbildung des Kopfes von Jean Paul Marat so zu konstruieren und nachzubauen, dass er eine möglichst große Ähnlichkeit mit dem Original hatte. Dafür musste die spezielle Konstruktion als Grundgerüst für die Kaschurelemente (Verkleidungselemente) entwickelt werden, die ein perfektes Bild des Kopfes ermöglichte.

 Zu beachten war dabei insbesondere das Zusammenspiel zwischen Hydraulik, Stahlbau und Geometrie. Ein besonderer Vorteil der Stahlbausoftware Advance Steel war hierbei die Möglichkeit, bei der Detaillierung und Kollisionskontrolle auch solche Bauteile einzubinden, die von anderen Unternehmern geliefert wurden. So konnte bereits am Computer mit Advance Steel, anhand des erstellten 3D-Modells, die realistische Darstellung überprüft und angepasst werden.

Montagezustand Bregenzer Festspielbühne

Um die Anforderungen des Designers und der Statik umsetzen zu können, erwies sich Autodesk Advance Steel als die perfekte Lösung. Besonders bei komplexen Geometrien hat sich die 3D-Stahlbausoftware für die Konstrukteure der Unternehmensgruppe Bitschnau bisher als ideale Unterstützung dargestellt. Autodesk Advance Steel verarbeitet sämtliche Daten des 3D-Modells, beschleunigt die Erstellung aller Dokumente und sichert rundum die Übereinstimmung von Modellen und Zeichnungsableitungen. Weitere Funktionen, die für die Realisierung dieses Projektes von Vorteil waren, sind die automatische Zeichnungsableitung, die 3D-Modellierung, die umfangreiche Profildatenbank und die präzise Blechabwicklung. Des Weiteren schätzte die Firma Bitschnau die automatisierte Ausgabe der NC-Daten und die automatische Stücklistenausgabe. 

 Zusammenbau vor dem letzten Transport 3

 

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